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Entstehungsgeschichte der Deutschen Panzertruppe
Zu Beginn des 1. Weltkrieges verfügte keiner der kriegsführenden Staaten über Kampfwagen oder Tanks. Die Bezeichnung Tank (engl. = Behälter) wurde von den Briten aus Gründen der Verschleierung gewählt. Als die Panzer im 1. Weltkrieg zum ersten Mal auf dem Gefechtsfeld erschienen, war es ihre Hauptaufgabe die Infanterie zu unterstützen. Zwischen den Kriegen wurde die Entwicklung der Panzer in unterschiedlichem Umfang weitergeführt, Taktik, technische Einzelheiten und Bauart entsprachen jedoch noch den Einsatzgrundsätzen des Ersten Weltkrieges. Deutsche Konstrukteure und Angehörige des Generalstabes waren die große Ausnahme. Deutschland begann anfangs der 30er Jahre mit der Wiederbewaffnung. Die Blitzkriegstaktik war das Ergebnis von Bemühungen, die Angriffstaktiken mit den Einsatzmöglichkeiten des Panzers zu kombinieren und die langsam vorrückende Artillerie durch Stukas zu ersetzen. Die Angriffsgeschwindigkeit wurde von dem Panzer bestimmt, nicht von der Infanterie. Nach ihm hatten sich alle zu richten. Der Stosskeil des deutschen Angriffs auf Frankreich im Mai 1940 bestand aus acht von zehn besonders ausgebildeten Panzerdivision. Der Panzer wurde zum Symbol der beweglichen Kriegsführung. Ein Einsatz erfolgte in Großverbänden, zusammen mit Infanterie, Kampftunterstützungstruppen und Luftwaffe. Obwohl die leichten Panzer im zweiten Weltkrieg eine verhältnismäßig unbedeutende Rolle spielten, stellten sie am Anfang die zahlreichsten Typen. Der Panzer erwies sich als entscheidende Gefechtsfeldwaffe. Standardisierung und Zuverlässigkeit waren auch für den Panzerkrieg von grundlegender Bedeutung. Das Bemerkenswerte am Einsatz von Panzern durch Deutschland ist die Tatsache, dass es überhaupt dazu in der Lage war. Während des Ersten Weltkrieges brachte es nur wenige Kampfwagen heraus - im Gegensatz zu den Franzosen und Briten, die Panzer im großen Umfang einsetzten. Außerdem verbot der Versailler Vertrag Deutschland weder Bau noch Besitz von Panzern, dadurch litten die Pläne, die in Reichswehr und Industrie vorhanden waren darunter, dass sie nicht in die Praxis umgesetzt werden konnten. Die Reichswehr musste sich nun wohl oder übel mit Attrappen behelfen. Der am 16. April 1922 zwischen Deutschland und der Sowjetunion abgeschlossenen Rapallo - Vertrag führte zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen beider Staaten. Es kam aber auch zu geheimen Nebenabsprachen über militärische Zusammenarbeit. Sie ermöglichten es deutschen Firmen, Panzer auf russischem Boden zu erproben. Für die Kampfwagenerprobung, wurde der Übungsplatz bei Kassan benutzt. Er liegt etwa 800 Km ostwärts von Moskau, wo die Kama in die Wolga einmündet. Hier in Kassan wurden von 1927 - 1930 deutsche Kampfwagen getestet. Erprobt wurden die leichten und schweren Fahrzeuge, die mit dem Tarnnamen "Leichttraktor" und "Großtraktor" bezeichnet wurden. Während Frankreich, England und auch anderen Länder noch dazu neigten, die Aufgabe der Panzer darin zu sehen die Infanterie zu unterstützen, schuf Deutschland in jener Zeit die ersten gepanzerten Großverbände. Die 1. Panzerdivision wurde 1935 aufgestellt, sie bestand aus 2 Panzer-Regimentern, 2 Infanterie-Bataillonen, 2 Artillerieabteilungen und einem Kradsschützen-Bataillon, dazu kamen Unterstützungs- und Versorgungstruppen. Bis 1939 waren fünf Panzerdivisionen und vier leichte Divisionen aufgestellt worden, die den Feldzug gegen Polen entschieden. Im Frankreichfeldzug waren es bereits zehn Panzerdivisionen. Als er Pläne für die Produktion seiner Hauptkampfpanzer entwickelte, sah der überragende Panzersachverständige und Schöpfer der Panzertruppe General Heinz Guderian voraus, dass die größere Schlachten mit zwei Typen zu bestreiten waren, mit dem zahlenmäßig stärkeren Typ, der mit MG und Kanonen leichteren Kalibers für Ziele aller Art auszustatten war, und einen zweiten Typ, der mit einem großkalibrigen Geschütz auszurüsten war, aber auch zur Abwehr feindlicher Panzer Wuchtgeschosse verschoss und somit als Schutz und Unterstützung für den erstgenannten Typ eingesetzt werden sollte. Die Panzerdivision griffen an allen Fronten - von Nordafrika bis Russland - in die Kämpfe ein, aber ihre Panzer waren nicht unter Berücksichtigung der Bedingungen gebaut worden, die in endlosen Schneewüsten und großer Kälte herrschen. Während des Blitzkrieges in Frankreich stellte sich heraus, dass viele französische Panzer den deutschen an Panzerstärke überlegen waren, aber die Deutschen setzten ihre Panzerwaffe kühner und daher erfolgreicher ein. Nach dem die deutschen Panzer I bis IV auf dem Vormarsch in Russland große Erfolge erzielten, trafen sie auf einen überlegeren Panzer, ein T 34, der die bisherigen Konstruktionen für den Panzerbau änderte. Das Ergebnis war, dass prinzipiell eine höhere Beweglichkeit, eine stärkere Panzerung, breite Ketten und eine längere Kanone erforderlich waren. Der Panzerkampfwagen V "Panther" mit einer langen 7,5 cm Kanone und die beiden klassischen "Schwergewichte" der Tiger I und der Tiger II (Königstiger) mit ihrer 8,8 cm Kanone erfüllten die Forderungen der deutschen Panzerkonstrukteure und der militärischen Führung.
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